Antrag zur Innenrenovierung der Margaretenkirche beschlossen
Der Kirchengemeinderat legt Wert darauf, die Gemeinde und die Öffentlichkeit kontinuierlich über das anstehende Kirchenrenovierungsvorhaben zu informieren. In seiner Sitzung am 12. Mai hat nun der Kirchengemeinderat die Kostenschätzung und den Finanzierungsplan über knapp 700.000 Euro sowie einen entsprechenden Antrag an den Ausgleichsstock der Landeskirche beschlossen. Der Ausgleichsstock entscheidet über die Bezuschussung von Bauvorhaben von Seiten der Landeskirche und des Kirchenbezirks. Bezuschusst werden als notwendig anerkannte Bauvorhaben. Von einem grundsätzlich positiven Bescheid über den Antrag hängt der Baubeginn im kommenden Jahr ab.
Zentrale Projektplanungen unseres Antrags waren der
Funktionsanbau an der Nordwand (Hangseite) der Kirche (für barrierefrei zugängliche sanitäre Anlagen, einen Technikraum für die Heizung, eine kleine Teeküche, einen Abstellraum), eine
neue Kirchenheizung, die notwendigen
Restaurierungsarbeiten in der Kirche und eine
neue Lautsprecheranlage. Herausgenommen aus dem Vorhaben wurde zunächst (!) die Restaurierung der Orgel, da diese nicht bezuschussungsfähig ist.
Die finanzielle Ausgangssituation der Kirchengemeinde für diese als zukunftsorientiert erkannten Vorhaben ist nicht schlecht. Allerdings bedarf es noch weiterer finanzieller Anstrengungen in den kommenden zwei Jahren.
Für rund 180.000 Euro müssen wir noch Spender und Sponsoren finden, will man alles Notwendige umsetzen (einschließlich Orgel) und nicht den finanziellen „Notgroschen“ angreifen.
Bei einem jährlichen Spendenaufkommen von ca. 30.000 Euro ist das ein ehrgeiziges Ziel
, das wir ohne großzügige Hilfe nicht erreichen können.
28. April: Besuch von der Denkmalschutzbehörde
Da es sich bei der Margaretenkirche um ein denkmalgeschütztes Gebäude handelt, ist natürlich vor jede Baumaßnahme die Denkmalschutzbehörde einzuschalten. Nach Wiederaufnahme des Projekts „Innenrenovierung Margaretenkirche“ erfolgte dies am Donnerstag, 28. April.
Für Dr. Preßler von besonderem Interesse waren insbesondere die Überlegungen der Kirchengemeinde, den Altar in die Sakristei zu verlegen, sowie der geplante Serviceanbau im Nordbereich der Kirche innerhalb der Kirchmauern.
Insgesamt einig waren sich die Anwesenden darin, dass die Kirchengemeinde dringend einen Serviceanbau nicht nur für einen Heizungsraum und einem barrierefreiem WC brauche, sondern auch für einen Abstellraum für Tische, Stühle, Gartengeräte benötige. Insbesondere der wunderschöne Turmeingang - aber auch Sakristei und Chor- sind aufgrund des Fehlens einer Abstellgelegenheit in der Wirkung stark beeinträchtigt. Insofern stimmte Dr. Preßler einem Anbau innerhalb der Kirchmauern in der Größe von ca. 100 Quadratmeter zu. Da das Dach unter der Mauerkrone bleibe sei auch die Blickbeziehung nicht beeinträchtigt. Diese sei jedoch beeinträchtigt, wenn die Gemeinde ein Glasdach über dem Westportal als Verbindung zum Anbau erstelle, da dann der Turm mit Eingang von Norden nicht mehr einsichtig sei. Demzufolge könne er zwar dem Anbau, nicht aber dem Glasdach zustimmen.
Zustimmen konnte Dr. Preßler auch – wenn auch mit Bedauern - einer Versetzung des derzeitigen Altars in die Sakristei. Dieser Altar gehöre eigentlich in den Chor. Da er aber in der Sakristei konservatorisch gesehen gut aufgehoben sei und die Kirchengemeinde offensichtlich den Chor für Andachten, Konzerte und musikalische Darbietung stärker und flexibler nutzen wolle, sei für ihn der Schritt nachvollziehbar. Auch die theologische Begründung, den Altar stärker als „Tisch des Herrn“ in Richtung der feiernden Gemeinde zu versetzen, sei für ihn einsichtig.
| Aufstellung | (vereinfacht)
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| Restaurierungen: | 210.000
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| Heizung (mit Gaszufuhr): | 100.000
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| Neuausstattung: | 50.000 (Küche, Mikrofonanlage, Altar, Einbauschränke, 75 Stühle etc.)
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| Baunebenkosten : | 70.000
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| Puffer für Unvorhergesehenes: | 20.000
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| Funktionsanbau: | 250.000 |
15. April: Landeskirchlicher Energieberater vor Ort
Insbesondere um die Heizung drehte sich die Bauschau am 15. April in der Margaretenkirche mit dem landeskirchlichen Energieberater Wilhelm Keßler. Unbestritten war von allen Seiten die Frage der Notwendigkeit einer neuen Heizung. Teile der Bankheizung fallen immer wieder aus mit der Folge, dass die Heizelemente
unter den anderen Bänken heiß laufen. Die Heizung im Chor musste abgeschaltet werden, weil das Holzgestühl Schaden zu nehmen drohte.
Als Ziel hatte der Kirchengemeinderat ausgegeben, dass der ganze Raum zu heizen ist, sodass eine Bankheizung in Zukunft nicht mehr infrage kommt, zumal, so Keßler, aufgrund des Ausbaus einiger Bänke für den Aufenthalts- und Kinderbereich unter der Empore ohnehin nicht mehr genügend Bankreihen zur Verfügung stünden. Ebenfalls nicht infrage komme eine Fußbodenheizung, da dazu der gesamte Boden aufgerissen werden müsse und unter dem Holzboden unter den Bänken kein Steinfußboden zu finden sei.
Letztlich riet Keßler zu dem in vielen Kirchen bewährten System von vier Thermostationen, die im Kirchenraum im Boden verteilt durch Warmwasser hergestellte warme Luft durch Ventilatoren in den Kirchenraum blasen. Da um die Kirche herum Gasleitungen verlaufen, würde sich dafür eine Gasheizung im geplanten Serviceanbau anbieten. Der Anbau sowie die Sakristei könnten dann mit normalen Warmwasserheizkörpern geheizt werden.
Die Kosten für den Einbau der Heizung wurden auf ca. 75.000 Euro geschätzt.
14. April: KGR beschließt ein neuen Altar
Der Kirchengemeinderat hat in seiner Sitzung am 14. April beschlossen, den derzeitigen Altar in die Sakristei anstelle der Anrichte stellen und für die Kirche einen neuen beweglichen Altar in Auftrag zu geben. Auf diese Weise soll der Choraltar weiter in Richtung Gemeinde plaziert werden und der Chor für Andachten und Konzerte flexibler nutzbar werden. Die Sakristei wiederum wird als spiritueller Raum ernst genommen und nicht mehr als Funktionsraum (Abstellkammer) genutzt.
7. April: Landeskirchlicher Kunstsachverständiger vor Ort
Der landeskirchliche Kunstsachverständige Kirchenrat Lambert Auer hat sich über die anstehende Innenrenovierung der Margaretenkirche informieren lassen. Insbesondere die Überlegung zur Neugestaltung des schönen und gut erhaltenen spätgotischen Chorraums war für ihn von besonderem Interesse. Von besonderem Reiz sei die Chance, in historischem Rahmen ein neues und in sich schlüssiges Konzept zu gestalten. Der jetzige Zustand ist zwar über Jahre gewachsen, wirkt aber [streichen: aufgrund dessen] für den ausstehenden Betrachter ein wenig zusammengestückelt.
Für Auer ist es durchaus denkbar, den Steinaltar in die Sakristei unter das Fenster anstelle der Anrichte zu positionieren, die ja aufgrund des Serviceanbaus nicht mehr gebraucht würde. Ein neuer beweglicher Altar näher zur Gemeinde – wo er theologisch auch hingehört - böte die Chance, den Chor für Andachten und Konzerte flexibler zu nutzen. Dazu könnten die jetzigen Chorstufen ca. einen Meter weiter in das Schiff gezogen werden.
Kirchenrat Auer regte an, zusammen mit dem Altar, das Altarkreuz, den Ambo (Lesepult), den Leuchter für die Osterkerze sowie unter Umständen Paramente (Teppichbehang am Altar) und Bibelpult (?) im Rahmen einer kleinen Ausschreibung an einen Künstler zu vergeben. Eine solche Möglichkeit sei zwar kostspielig, dafür aber durchaus für einen großzügigen Mäzen bzw. Sponsor attraktiv.
Begleitend soll die Orgel in der Farbe der Wände gestrichen werden, um ihr die heute dunkel wirkende optische Dominanz zu nehmen. Die zwei Hängeleuchter könnten zu einer Doppelreihe ins Schiff genommen und durch Strahler bzw. einer indirekten Beleuchtung im Chorraum ersetzt werden.
Vorstand des Kirchenrenovierungsverein nimmt Arbeit auf
Nach einer längeren Pause, die vor allem durch den Pfarrerswechsel bedingt war, hat der Vorstand des Kirchenrenovierungsvereins am 31. März die Arbeit wieder aufgenommen. Zunächst wurde Pfarrer Keil in die Arbeit des Vorstands eingeführt. So konnten im Jahr 2005 mit über 13.000 Euro die Außenrenovierung der Margaretenkirche finanziell unterstützt werden. Der aktuelle Mitgliederstand liegt bei 54 zahlenden Mitglieder. In der Kasse befinden sich zur Zeit 8.650 Euro.
Pfarrer Keil berichtet von dem Stand der Überlegungen bezüglich der Innenrenovierung der Margaretenkirche, die im kommenden Januar beginnen und bis 1. Advent 2012 abgeschlossen sein soll. Klar sei, dass nicht alles Wünschenswerte realisierbar ist. Umso dankbarerer sei er für einen Förderverein, der das eine oder andere Zusätzliche ermöglicht.
Für die Zukunft beschloss der Vorstand eine Überarbeitung des veralteten Flyers, um neue Mitglieder zu gewinnen. Darüber hinaus wurde die Einberufung einer Mitgliederversammlung für den 7. Juni um 19 Uhr in der Margaretenkirche beschlossen. Neben der Wahl des Vorstands und der Kassenprüfung sollen die Mitglieder sich vor allem über die Innenrenovierung ein Bild machen dürfen. Geplant ist, den Architekten Wallmersperger einzuladen.
Im Vorstand des Vereins sind zur Zeit: Pfarrer Jens Keil (kommissarisch 1. Vorsitzender) , Erster Beigeordneter Karl-Heinz Balzer (2. Vorsitzender), Jutta Schmid (Rechnerin), Klaus Kiemle (Schriftführer), Ewald Hedrich.
Bauschau am 24. März mit Architekt
Die erste gemeinsame Bauschau von Pfarrer Keil und mit dem mit der Renovierung beauftragten Ludwigsburger Architekten Wallmersperger fand zusammen mit dem Vorsitzenden Herr Dr. Scharlau und dem Bauauschuss des Kirchengemeinderats am 24. März statt. In allen wesentlichen Überlegungen der Bauschau im Februar konnte Übereinstimmung gefunden werden.
Zur Idee, die Bänke zu kürzen, um eine Zugangsmöglichkeit von der Wand zu schaffen, wurde kritisch angemerkt, dass das Raumgefühl auf dieses Weise empfindlich verändert werden würde. Hierauf wird daher verzichtet. Als neue Idee brachte Wallmersberger ein, den Boden unter der Empore mit Gipsplatten freundlicher zu gestalten. Auf diese Weise könnte man den geplanten Spielbereich für Kinder sowie den Begegnungsbereich aufwerten. Geplant ist ja, die letzten Bankreihen zu entfernen, um auf diese Weise Raum zu schaffen, der bei großen Festgottesdienst dann bestuhlt werden kann.
Deutlich wurde, dass man früher mit den Baumaßnahmen anfangen muss, um die Wiedereinweihung der renovierten Margaretenkirche am 1. Advent 2012 möglich zu machen. Angedacht ist nun eine Schließung der Kirche ab Januar 2012. Auch bezüglich der Kosten wird man noch einmal nachrechnen müssen und unter Umständen in den Planungen Abstriche machen.
Die nächsten Schritte werden Bauschauen mit dem kirchlichen Energieberater und dem kirchlichen Kunstsachverständigen sein. Außerdem wird Kontakt mit dem Denkmalschutz aufgenommen.
Bauschau am 26. Februar 2011
Eine erste informelle Bauschau durch den Bauausschuss fand am Samstagvormittag, 26. Februar 2011, in der Margaretenkirche statt. Ziel war es, den neuen Pfarrer Jens Keil in den Stand der Überlegungen einzuführen.
Schwerpunkte der anstehenden Innenrenovierung, die man so schnell wie möglich in Angriff nehmen will (Frühjahr 2012?), sind die schadhafte und veraltete Heizung, die notwendigen restaurativen Maßnahmen am Kirchgebäude sowie ein Serviceanbau an der nördlichen Seite als Küche und Stuhl- und Materiallager. Darüber hinaus wurden Überlegungen angestellt, wie die Kirche vermehrt für unterschiedliche alternative Gottesdienstformen und Andachten sowie für Konzerte genutzt werden kann. Da der Altar weit in den Chor hineingeschoben ist, kann der Chor kaum für Andachten genützt werden. Der Raum vor den Stufen wird durch den Taufstein, den beiden Grabplatten sowie den ersten Bankreihen sehr klein. Für dringend erforderlich wird eine neue Sprech- und Tonanlage gehalten.
Einig war man sich, dass die Überlegungen, die Bankreihen durch Stühle zu ersetzen, finanziell und personell nicht realisierbar sind. Auch wollen wir aus finanziellen Gründen an der Orgel selbst sowie an ihrem Standort im Chor nichts verändern. Werterhaltende Restaurierungsarbeiten sowie der Einbau zweier klangerweiternder Register sind jedoch auch für die Orgel vorgesehen.
Eine erste Schätzung von Seiten des Oberkirchenrats bezifferte die Kosten der bezuschussbaren Maßnahmen (ca. 40 Prozent) auf ca. 300.000 Euro. Darin sind der Anbau und die Tonanlage nicht enthalten. Der Eigenanteil der Kirchengemeinde wird bei über 300.000 Euro liegen. Zu dieser Summe fehlt uns noch ein erheblicher Teil der Finanzmittel.
Der Kirchengemeinderat wird sich in naher Zukunft auf einer Sondersitzung Gedanken machen, wie man zu Spenden aufrufen kann.