Carina Escher

Seit 12. Oktober ist Carina Escher Kirchengemeinderätin in unserer Kirchengemeinde. Ihr Weg in das Amt verlief nicht auf die übliche Weise. Nicht nur, dass Sie vom Kirchengemeinderat nachgewählt wurde, Sie wurde auch vorher vom Jugendausschuss einstimmig dem Kirchengemeinderat zur Nachwahl vorgeschlagen. Auch wenn Carina in erster Linie der Kirchengemeinde verpflichtet ist, so wird sie doch in besondere Weise die Stimme der Jugend in das Gremium hineintragen. Grund genug, Sie in unserem Gemeindebrief näher vorzustellen.

 

Hallo Carina, wie fühlt sich das an nach 4 Tagen als Kirchengemeinderätin?
Ich fühle mich toll und denke sehr gerne an den Einsetzungsgottesdienst zurück – und jetzt freue ich mich auf die kommenden Aufgaben!

Die Formalia zu Beginn:  Wer bist Du? Wo kommst du her? Was machst Du so? Wo stehst Du im Leben?
Mein Name ist Carina Escher, ich bin 23 Jahre alt und arbeite als Sachbearbeiterin in einer Personalabteilung. Zusammen mit meinem Freund Benedict wohne ich in Aldingen, wo ich schon seit meiner Kindheit lebe und aufgewachsen bin.

 

Du kennst ja nun die Kirchengemeinde vom Deinem ersten Atemzug an. Du bist in ihr und mit ihr groß geworden. Deine gesamte Familie ist kirchlich und Du hast auch von der Kinderkirche an alles mitgemacht. Was magst Du an ihr besonders? Was macht sie für dich besonders?
Durch die Jugendarbeit, die ich schon seit meiner Konfirmation in der Kirchengemeinde gemacht habe bzw. mache, war die Kirche schon immer ein wichtiger Teil in meinem Leben. Besonders ist für mich die unvergleichlich tolle Gemeinschaft und das Engagement – egal ob in der Kinderkirche, in der Jungschar, beim Trainee. Ich fühle mich sehr wohl und jeder kann sein, wie er möchte und auch wirklich ist!

 

Wenn du nachdenkst: Was waren für dich die schönsten und wichtigsten Momente in der Kirche und mit Deinem Glauben?
Mein wichtigster Teil war tatsächlich meine erste selbst geleitete Trainee-Gruppe in Aldingen, gemeinsam mit Klaus Neugebauer vom evangelischen Jugendwerk. Es war toll zu sehen, wie sich die Jugendlichen in dieser Zeit weiterentwickelt, sich eingebracht haben und auch viel Spaß an diesem Programm hatten. Wir hatten tolle, interessante aber auch ernste und traurige Themen. An den Abschlussgottesdienst dieser ersten Gruppe erinnere ich mich heute noch gern: Hier haben wir allen Teilnehmern ihre Urkunden übergeben – das war ein tolles Gefühl! Und heute haben wir sie als Jugendmitarbeiter für unsere Kirchengemeinde gewonnen.

 

Eigentlich ist der Ruf der Kirche heutzutage nicht der Beste. Die Mitgliedszahlen gehen zurück. Was meinst Du, was muss die Kirche machen, damit sich das Blatt wendet?

Als Kirche müssen wir heutzutage neue Impulse schaffen, mit Vorurteilen aufräumen und unsere Jugendarbeit weiterhin stabil halten. Wir müssen Familien mit Kindern ansprechen, Angebote schaffen, die für eine breite Zielgruppe interessant sind. Dennoch müssen wir die Werte unserer Kirchengemeinde aufrecht erhalten. Jugendarbeit hat einen wichtigen Anteil daran. Ein tolles Beispiel aus unserer Kirchengemeinde ist für mich z.B. die Gründung unseres Jugendausschusses, mit Marlon Widmann als Vorsitzenden.

Hier haben die Jugendlichen die Möglichkeit, sich einzubringen und Dinge zu bewegen. Bestes Beispiel ist die Renovierung des Mauersaals – hier haben alle Jugendlichen sehr engagiert zusammen gearbeitet, geplant und gestaltet. Das Ergebnis ist ein wunderschöner moderner Jugendraum, der als Rückzugsort für alle dient. Hier konnten alle ihre Ideen einbringen und helfen.

Für mich war das unheimlich toll zu sehen, wie das alles wie von selbst lief – Hand in Hand :) und gleichzeitig ist es ein Zeichen, dass die Jugendlichen sich in dieser Gemeinschaft wohl fühlen und sich auch damit identifizieren!

Was finden die Menschen in der Kirche und in der Kirchengemeinde, was es sonst nirgends in keinem Verein gibt?
Für mich ist die Gemeinschaft etwas Unverwechselbares – und dass man sich als Mitglied der Kirchengemeinde in den unterschiedlichsten Altersklassen und Interessensgruppen jederzeit einbringen kann (Frauenzimmer, Trainee, Kinderbibeltage, Kinderkirche etc.)

Hast Du eine spezielle Idee, was Du als Kirchengemeinderätin machen willst?
Ich möchte mich mit neuen Ideen in der Kirchengemeinde einbringen, mitgestalten und für die Jugendarbeit immer ein offenes Ohr haben.

In unserer Jugendarbeit läuft es ja gerade ganz gut. Dazu hast Du in den vergangenen Jahren auch mit beigetragen. Woran liegt das? Was brauchen Jugendliche, damit sie den Weg in die Kirche finden. Was müssen wir tun, dass das so bleibt?
Wie vorher schon erwähnt, glaube ich, dass wir weiterhin für die Jugendlichen interessant bleiben müssen (Stichwort Jugendausschuss). Wir müssen die Anliegen ernst nehmen und den Jugendlichen die Chance geben, sich einbringen zu können (Renovierung Mauersaal). Ich finde es super, dass wir jetzt schon eine große Gruppe haben, die sich in unterschiedlichen Bereichen einbringen, Ideen schaffen und diese dann auch umsetzen.

Eine letzte Frage noch zum Schluss: Wie soll die Kirchengemeinde am Ende Deiner Amtszeit sein, damit zufrieden bist. Was sollen die Menschen am Ende sagen: „Carina war eine gute Kirchengemeinderätin, weil …“
Ich hoffe sehr, dass wir auch weiterhin eine so tolle und engagierte Jugendmitarbeiter-Truppe haben, wie bisher! Dass wir viele neue Kinder und Jugendliche gewinnen können.
Ich hoffe auch, dass ich allen Aufgaben als Mitglied des KGR gerecht werde und die Anliegen aufnehmen und umsetzen kann.