"Night of Worship" - Frei zur Anbetung (Evang.-methodistische Kirche Hochberg / ehemalige Synagoge)

Beten hat viele Formen, Gesang kennt viele Melodien, Musik entfaltet sich in einer großen Vielfalt der Stile. "Worship" (engl., sprich: woerschip) lässt sich nur schwer ins Deutsche übersetzen. Worship ist eigentlich Verehrung, ist aber auch das Ganze eines Gottesdienstes, ist Anbetung Gottes in Lied, Musik, in der Stille des Herzens oder mit der Lebendigkeit des ganzen Körpers.


Worship nimmt Gott in den Blick, ohne den Blick für diese Welt zu verlieren, ist Tankstelle, Kraftquelle und Inspiration für den Alltag. Nicht umsonst sagt man: "Wer in Gott eintaucht, taucht neben dem Menschen wieder auf.

"Night of Worship" - Frei zur Anbetung


Singen als ein Ausdruck von Freude, der Dankbarkeit, des Lobes. Vor Gott stehen, beflügelt ohne abzuheben. Erwartungsvoll für Gottes stärkenden und tröstenden Geist.

 

Zur jeweils vollen Stunde ein Impuls, dann rund eine halbe Stunde Musik, Lieder singen, oder einfach zuhören, aktiv sein oder still. Mal lauter, mal ganz leise.


Zwei Bands leiten durch den Abend (Worship-Band der FEG Ludwigsburg sowie die Lighthouse-Band der EMK Remseck/Hegnach). Auf dem Programm stehen zeitgenössische deutsche und englische Lieder.
Man kann jederzeit – auch unabhängig vom Zeitplan – dazu kommen und so lange bleiben, wie man mag.
Wir reichen etwas Fingerfood und haben verschiedene Getränke im Angebot.

Die ehemalige Synagoge in Hochberg - Ein Haus der Anbetung mit Geschichte

1828 als Synagoge der damaligen jüdischen Gemeinde eingeweiht, wurde das Gotteshaus bis 1907 wurde von den Gläubigen genutzt.

 

Die in Hochberg seit Mitte des 19. Jahrhunderts gewachsene methodistische Gemeinde war schon vor dem 1. Weltkrieg auf Suche nach einem Gemeindehaus gewesen. Über 50 Jahre hatten die Gottesdienste in Privathäusern stattgefunden. Kontakte zwischen dem damaligen Stuttgarter Bezirksrabbiner und methodistischen Gemeindegliedern führten schließlich dazu, dass die von der jüdischen Gemeinde nicht mehr benötigte Synagoge 1916 erworben und 1920 von der damaligen Bischöflichen Methodistenkirche übernommen werden konnte.

 

In der Pogromnacht 1938 wäre das Gebäude fast zerstört worden. Ein Trupp von SA-Leuten kam in der Absicht nach Hochberg, das Gebäude niederzubrennen. Resolute Hochberger Einwohner kamen hinzu und verteidigten das Eigentum einer Kirche, der die meisten gar nicht angehörten. Darauf zogen die SA-Leute unverrichteter Dinge wieder ab.

 

Bis heute ist das Gebäude ein Haus des Gottesdienstes, des Gebets, der Anbetung.